Zusammengeflickt– Text und Galerie zur Einheit

Für einen Berliner spielt die deutsche Einheit natürlich eine große Rolle. Ich kann diese Stadt garnicht mit Mauer denken, habe sie selbst ja auch nie erlebt.
Wenn man lange in der Stadt wohnt sieht man schon eine Menge auf den Straßen und merkt, wie die Stadt ganz anders wird.
Wenn wieder mal ein Club schließen muss, weil das Gelände an Investoren verkauft wurde.
Wenn wieder mal Leute aus ihrem Kiez herausgentrifiziert werden.
Wenn wieder mal Städteplaner generische Weltstadtarchitektur in Weltkriegslücken ballern.

Dann merkt man, das Berlin einfach noch nicht fertig ist und keiner weiß, was genau das ganze eigentlich werden soll. Es ist, als hätte man Kindern eine Kiste Bauklötze gegeben und sie gebeten, etwas gemeinsam zu bauen. Was Einheitliches kommt da nicht heraus. Wie auch…?

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Vor der Tür

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Hier eine Gallerie meiner neuesten Straßenphotos mit meiner neuesten  Kamera, der Sony Rx100.

Ich habe sie vor ca. einem Monat gekauft und alle anderen Kameras müssen erstmal neidisch im Regal verstauben. Zuerst hatte ich ob der Sony Rx100 meine Bedenken, aber die sind inzwischen (fast) alle verflogen.

Klein, handlich, scharfe Optik – Weiterlesen

Film, es war schön mit dir.

 

Vollmechanische Spiegelreflexkamera von Pentax

Auch für mich selbst war es lange eher Ahnung als Gewissheit, aber jetzt muss es einfach raus:     Ich habe im Großen und Ganzen keine Lust mehr auf analoge Photographie.


Zwei Jahre analoger Alltag – genug davon

Seit ca. zwei Jahren habe ich das Experiment „analoge Alltagsphotographie“ gewagt, das heißt, dass ich in dieser Zeit fast ausschließlich analoge Bilder gemacht habe. Wann immer es ging war die Filmkamera dabei. Sogar ganze Reisewochen nach Kopenhagen und Hamburg habe ich analog bewältigt.

Natürlich hat es Spaß gemacht, aber es war ebenso teuer wie aufwändig. Zugegebenermaßen auch ziemlich cool, aber man verzichtet dabei auch auf vieles, was einem moderne Apparate an Komfort bieten. Leider sind mir dadurch auch einige gute Bilder entgangen, was ich heute noch bereue.

Damit ist jetzt Schluss. Nichts geht mehr. Ich habe genug davon.
Eine Kurzkritik: Autofokus? Fehlanzeige! Aufwand? Jede Menge! Filmpreise? Zum Davonlaufen!

3,50 Euro pro Film, zwei Rollen die Woche

Spätestens seit der letzten Preiserhöhung bei meinem örtlichen Photogeschäft hatte ich einfach Bauchschmerzen, 3.50€ für den preiswertesten Schwarzweißfilm und mehr als 4,50€ für eine Rolle Tri-x berappen zu müssen. Als Schüler ist das bei zwei Rollen die Woche einfach nicht mehr lustig.

Im wahrsten Sinne des Wortes übrigens, denn wenn einem ständig der Gedanke an den Preis der Aufnahme im Nacken sitzt, ist das wenig motivierend und lädt auch nicht zum Experimentieren ein. Man wird konservativ, fährt eine sichere Schiene und produziert so immer das Gleiche.

Aber auf der Stelle zu treten und zu hoffen, dass es irgendwie vorwärts ginge, weil man ja schließlich die Beine bewege, ist pure Idiotie.

Fehlbelichtungen, Entwicklungsfehler und Fehlfokus

Ebenso sehr stören mich Fehlbelichtungen, Entwicklungsfehler und Fehlfokus. Manchmal haben diese analogen Fehler ihren Charme. Meistens sind Fehler aber nur Fehler. Nicht jede Spur von Netzmittel im Entwickler ist künstlerisch, nicht jede Unschärfe verträumt, nicht jeder Farbstich ätherisch entrückt. Klar, wenn man immer ganz sorgsam ist und alles zweimal kontrolliert bevor man abdrückt oder entwickelt kann man das verhindern. Alltagstauglich ist das aber sicher nicht. Und die Lösung dafür liegt neben dem Problem: Ich habe ja eine gute Digitalkamera, Film ist kein Zwang für mich.

Zur Europawahl

 

Plakate und ihre Zusammenspiel mit dem öffentlichen Raum finde ich schon seit langer Zeit interessant, aus aktuellem Anlass hier schonmal eine Kostprobe von dem, was da noch auf der Festplatte liegt. In letzter Zeit habe ich so einiges photographiert und noch viel mehr gescannt und nachbearbeitet, daher auch die längere Blogpause. Demnächst werde ich dann auch einige Farbbilder vom Frühling posten, die einfach wunderbare Farben zeigen.

Wie bin ich eigentlich zur Photographie gekommen?

 

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Den eigenen Blog sollte man ja mit einer kurzen Vorstellung einweihen. Und ich denke, dass geht als Photograph kaum besser als über den eigenen Weg zur Photographie (okay, ein paar Bilder helfen auch).

Kameras fand ich schon immer toll. Meistens wurde ich als Kind zwar mit unkaputtbaren Einwegknipsen ausgestattet (heutzutage kann ich das nur allzu gut verstehen), aber in der Photo-AG meiner Grundschule bekam ich dann das erste mal eine „richtige“ Kamera in die Hände. Die mussten sich zwar alle Gruppenmitglieder teilen, aber irgendwie kam dabei jeder zum Zug.

Ega ob Blumen, Graffitis oder meine Mitschüler, jedes Motiv kam mir gelegen. Ich war hin und weg.

Apropos weg: Die AG fand recht schnell ihr Ende, warum, weiß ich bis heute nicht. Meine Leidenschaft für Photos aber nahm ich mit.

Nächste Station meiner photographischen Reise war mein erster Urlaub in Kopenhagen. Die Kamera, die ich dabei hatte, war irgendsoeine Tchibo-Knipse, aber wenigstens war sie meine eigene. Ich photographierte wie ein Weltmeister, ich nahm einfach alles auf, was auch nur ein halbwegs interessantes Motiv war. Es war wundervoll.

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Damit war der Knoten endgültig geplatzt und ich sparte eisern auf meine erste richtige Kamera. Nach knapp einem Jahr der Sparerei, kam dann Ende 2010 meine lang ersehnte Pentax K-x an, und ich verfiel endültig der Photographie.

 

Aus meinem Leben ist sie seitdem nicht mehr wegzudenken.

Wie ich dann zur analogen Photographie gefunden habe, ist eine andere Geschichte.

 

 

So hat das Photographieren bei mir angefangen. Bin selbst ein bisschen erstaunt, was sich in den Tiefen der Festplatte so findet. Inzwischen hat sich mein Stil natürlich geändert, aber den Faible für Schwarzweiß habe ich immer noch. Das erste Bild stammt aus Berlin, die beiden anderen aus Kopenhagen.