Vor der Tür

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Hier eine Gallerie meiner neuesten Straßenphotos mit meiner neuesten  Kamera, der Sony Rx100.

Ich habe sie vor ca. einem Monat gekauft und alle anderen Kameras müssen erstmal neidisch im Regal verstauben. Zuerst hatte ich ob der Sony Rx100 meine Bedenken, aber die sind inzwischen (fast) alle verflogen.

Klein, handlich, scharfe Optik – Weiterlesen

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DIe neueste Serie mit meiner Pentax K-x, entstanden innerhalb weniger Stunden.

Das digitale Arbeiten war eine echte Erleichterung, denn ich konnte wesentlich entspannter und freier photographieren, als ich es mit Film gerade könnte und mit den Ergebnissen bin ich ziemlich zufrieden.

Allerdings bemerke ich so allmählich erste Alterungserscheinungen an der Kamera, was mir leichte Sorgen bereitet. Eigentlich will ich mich nicht wieder mit dem Wust an neuen Digitalkameras beschäftigen, aber früher oder später ist das wohl unvermeidlich.

Bis demnächst!

Film, es war schön mit dir.

 

Vollmechanische Spiegelreflexkamera von Pentax

Auch für mich selbst war es lange eher Ahnung als Gewissheit, aber jetzt muss es einfach raus:     Ich habe im Großen und Ganzen keine Lust mehr auf analoge Photographie.


Zwei Jahre analoger Alltag – genug davon

Seit ca. zwei Jahren habe ich das Experiment „analoge Alltagsphotographie“ gewagt, das heißt, dass ich in dieser Zeit fast ausschließlich analoge Bilder gemacht habe. Wann immer es ging war die Filmkamera dabei. Sogar ganze Reisewochen nach Kopenhagen und Hamburg habe ich analog bewältigt.

Natürlich hat es Spaß gemacht, aber es war ebenso teuer wie aufwändig. Zugegebenermaßen auch ziemlich cool, aber man verzichtet dabei auch auf vieles, was einem moderne Apparate an Komfort bieten. Leider sind mir dadurch auch einige gute Bilder entgangen, was ich heute noch bereue.

Damit ist jetzt Schluss. Nichts geht mehr. Ich habe genug davon.
Eine Kurzkritik: Autofokus? Fehlanzeige! Aufwand? Jede Menge! Filmpreise? Zum Davonlaufen!

3,50 Euro pro Film, zwei Rollen die Woche

Spätestens seit der letzten Preiserhöhung bei meinem örtlichen Photogeschäft hatte ich einfach Bauchschmerzen, 3.50€ für den preiswertesten Schwarzweißfilm und mehr als 4,50€ für eine Rolle Tri-x berappen zu müssen. Als Schüler ist das bei zwei Rollen die Woche einfach nicht mehr lustig.

Im wahrsten Sinne des Wortes übrigens, denn wenn einem ständig der Gedanke an den Preis der Aufnahme im Nacken sitzt, ist das wenig motivierend und lädt auch nicht zum Experimentieren ein. Man wird konservativ, fährt eine sichere Schiene und produziert so immer das Gleiche.

Aber auf der Stelle zu treten und zu hoffen, dass es irgendwie vorwärts ginge, weil man ja schließlich die Beine bewege, ist pure Idiotie.

Fehlbelichtungen, Entwicklungsfehler und Fehlfokus

Ebenso sehr stören mich Fehlbelichtungen, Entwicklungsfehler und Fehlfokus. Manchmal haben diese analogen Fehler ihren Charme. Meistens sind Fehler aber nur Fehler. Nicht jede Spur von Netzmittel im Entwickler ist künstlerisch, nicht jede Unschärfe verträumt, nicht jeder Farbstich ätherisch entrückt. Klar, wenn man immer ganz sorgsam ist und alles zweimal kontrolliert bevor man abdrückt oder entwickelt kann man das verhindern. Alltagstauglich ist das aber sicher nicht. Und die Lösung dafür liegt neben dem Problem: Ich habe ja eine gute Digitalkamera, Film ist kein Zwang für mich.

Kirschblüten

Ja, es ist wirklich schon etwas her seit die Bäume hier in Berlin alle geblüht haben, aber die analoge Photographie ist eben langsam und bedacht. Wenn alles so schön blüht, bin sogar ich versucht, doch mal lieber den Farbfilm einzulegen, denn da lohnt es sich wenigstens.

Analog und in Farbe zu arbeiten ist für mich relativ selten. Noch seltener aber arbeite ich mit Farbdiafilm. Diesen Frühling bin ich dann über meinen eigenen Schatten gesprungen und habe zwei Rollen abgelaufenen, aber gut gelagerten Kodak Ektachrome verschossen und war von den Resultaten erstaunt. Einerseits war der Farbstich schon recht auffällig, andererseits gibt er den Bildern einen ganz besonderen Hauch, der auch gut zu den Blütenmotiven passt. Sie wirken dadurch viel zarter, leichter und irgendwie unwirklicher.

Statt der Pentax ME Super, die sonst Kleinbildkamera meiner Wahl, ist, habe ich meine Ricoh XR2 benutzt. Die kann nämlich etwas, was die Pentax nur bedingt kann: Doppelbelichtungen.

Ich habe ich auch mal  daran gewagt und zwei davon seht ihr in der Galerie. Ich glaube, wenn man das übt und irgendwann richtig gut kann, hat man damit ein mächtiges Werkzeug zum Schaffen neuer Bilder in der Hand, aber das scheint mir ein harter Weg zu sein. Die Möglichkeiten, die sich durch die Kombination von Farben, Formen und Texturen ergeben, sind immens, aber man muss gut vorausplanen, sonst wird das einfach nichts. Na mal schauen, ich werd’s auf jeden Fall weiter versuchen.

Weitere Bilder von der zweiten Rolle und auch ein paar Farbnegative werden folgen,

Bis dann!

Und es hat „Klick“ gemacht: Die Agfa Click II

Bild

Zwei Dinge gleich vorweg: Nein, das ist keine ernstzunehmende Kamera. Und ja, das ist ein schönes Spielzeug.

Wo habe ich sie her?

Dieses Kind der Sechziger Jahre fiel mir auf einem Flohmarkt in die Hände. Ohne langes Verhandeln wechselte sie für 10 Euro den Besitzer. Und eine schicke Kunstledertasche „Made in Germany“ war auch dabei. Auf ihren Einsatz musste die Agfa Click II aber etwas warten, denn da dies meine erste Mittelformatkamera war, hatte ich einfach keinen passenden Film zuhause (120er Rollfilm)

Was kann die denn?

Eigentlich recht wenig. Sie belichtet Film im Format 6×6 mit bis zu 12 Bildern. Das tut sie mit einem 72,5mm Objektiv (Normalbrennweite bei Mittelformat) und einer Verschlusszeit von 1/30.

Um das Scharfstellen braucht man sich auch nicht zu sorgen, denn das simple Fixfokusobjektiv bildet einfach alles von 4m bis unendlich scharf ab, wobei Schärfe hier eine relative Größe ist. An der Seite des Objekivs kann man sogar einstellen, ob man gerade eher bewölktes Wetter (Blende 8,8) oder Sonnenschein (Blende 11) hat! Auch eine Nahlinse für Porträts (2,5m-4m) ist dabei. Die Kamerabauer von Agfa machten offenbar nur bei Wolken Porträts, denn die Blende ist dabei auf 8,8 festgesetzt.

Die Bedienung ist ziemlich einfach: Man setzt die Rückwand ab, spult den Rollfilm (100 ASA) ein, setzt die Rückwand wieder auf und dreht den Filmspulknopf solange, bis im roten Fenster der Rückwand die Zahl „1“ erscheint. Die Kamera ist bereit für das erste Photo. Dann drückt man den Verschlusshebel runter, ein blechernes „Klick“ ertönt und man spult weiter bis zur „2“. Ist auch die Nummer „12“ belichtet, dreht man den Film immer weiter, bis er vollständig von der einen auf die andere Spule gewandert ist. Man sabbert jetzt noch den gummierten Klebestreifen wie eine Briefmarke voll und versiegelt damit den Rollfilm. Keine Angst, das hört sich alles komplizierter an als es ist.

Jetzt aber ab damit zum Entwickeln!

Lohnt sich der Kauf?

Für 10 Euro macht man hier nicht viel falsch, bis zu 20 Euro sind ein vernünftiger Preis. Mehr muss aber nicht sein, denn die Bildqualität ist nicht sonderlich hoch, der Funktionsumfang sehr gering. Wirklich stabil ist die Kamera auch nicht, das Kunststoffgehäuse und die blecherne Objektivverkleidung zeigen sich sehr stoßanfällig. Die Teile im Inneren der Kamera sind teils einfach nur festgesteckt oder verklebt. Manchmal fällt was raus und man muss es wieder reinpacken. Überraschend sind die Mängel natürlich nicht, es handelt sich ja um eine Amateurkamera aus den Sechzigern.

Das Photographieren mit der Agfa Click II macht gerade wegen ihrer Einfachheit ungeheuren Spaß. Es ist fast wie Urlaub, wenn man sich nicht mehr um die Kameraeinstellungen kümmern muss, sondern nur noch auf den Moment und die Komposition achten braucht.

Letztlich ist sie also ein nettes Spielzeug mit großem Spaßfaktor. Zu meiner regelmäßigen Begleiterin wird sie aber wohl nie werden, dafür bietet sie zu wenige Möglichkeiten, schränkt zu sehr ein. Manchmal ist es mit „Sonne, Wolken, nah“ einfach nicht getan.

Den Fans der Lomographie jedoch kann ich die Kamera uneingeschränkt empfehlen, denn ihr einfaches Objektiv produziert einen wunderbaren lo-fi Look.

 

Einige Beispielbilder gibt’s hier!