Den Leuten ins Gesicht schießen – Warum ich wieder Film benutze

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Manchmal muss man sich einfach entscheiden: Man kann an seinen alten Gewohnheiten hängen bleiben und sich wundern, warum die Bilder anfangen alle gleich auszusehen, oder man überlegt, was sich ändern muss, um frisch und kreativ zu bleiben.

Ich rate allgemein zu letzterem.

Deshalb fange ich jetzt an, auch Porträts von fremden Menschen auf der Straße zu machen, denn bisher war meine Straßenphotographie eher anonym.
Es ist eigentlich einfach, Leute nach einem Photo zu fragen. Schlechte Erfahrungen habe ich da noch keine gemacht. Dennoch gibt es einiges, was man beachten sollte.

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Film, es war schön mit dir.

 

Vollmechanische Spiegelreflexkamera von Pentax

Auch für mich selbst war es lange eher Ahnung als Gewissheit, aber jetzt muss es einfach raus:     Ich habe im Großen und Ganzen keine Lust mehr auf analoge Photographie.


Zwei Jahre analoger Alltag – genug davon

Seit ca. zwei Jahren habe ich das Experiment „analoge Alltagsphotographie“ gewagt, das heißt, dass ich in dieser Zeit fast ausschließlich analoge Bilder gemacht habe. Wann immer es ging war die Filmkamera dabei. Sogar ganze Reisewochen nach Kopenhagen und Hamburg habe ich analog bewältigt.

Natürlich hat es Spaß gemacht, aber es war ebenso teuer wie aufwändig. Zugegebenermaßen auch ziemlich cool, aber man verzichtet dabei auch auf vieles, was einem moderne Apparate an Komfort bieten. Leider sind mir dadurch auch einige gute Bilder entgangen, was ich heute noch bereue.

Damit ist jetzt Schluss. Nichts geht mehr. Ich habe genug davon.
Eine Kurzkritik: Autofokus? Fehlanzeige! Aufwand? Jede Menge! Filmpreise? Zum Davonlaufen!

3,50 Euro pro Film, zwei Rollen die Woche

Spätestens seit der letzten Preiserhöhung bei meinem örtlichen Photogeschäft hatte ich einfach Bauchschmerzen, 3.50€ für den preiswertesten Schwarzweißfilm und mehr als 4,50€ für eine Rolle Tri-x berappen zu müssen. Als Schüler ist das bei zwei Rollen die Woche einfach nicht mehr lustig.

Im wahrsten Sinne des Wortes übrigens, denn wenn einem ständig der Gedanke an den Preis der Aufnahme im Nacken sitzt, ist das wenig motivierend und lädt auch nicht zum Experimentieren ein. Man wird konservativ, fährt eine sichere Schiene und produziert so immer das Gleiche.

Aber auf der Stelle zu treten und zu hoffen, dass es irgendwie vorwärts ginge, weil man ja schließlich die Beine bewege, ist pure Idiotie.

Fehlbelichtungen, Entwicklungsfehler und Fehlfokus

Ebenso sehr stören mich Fehlbelichtungen, Entwicklungsfehler und Fehlfokus. Manchmal haben diese analogen Fehler ihren Charme. Meistens sind Fehler aber nur Fehler. Nicht jede Spur von Netzmittel im Entwickler ist künstlerisch, nicht jede Unschärfe verträumt, nicht jeder Farbstich ätherisch entrückt. Klar, wenn man immer ganz sorgsam ist und alles zweimal kontrolliert bevor man abdrückt oder entwickelt kann man das verhindern. Alltagstauglich ist das aber sicher nicht. Und die Lösung dafür liegt neben dem Problem: Ich habe ja eine gute Digitalkamera, Film ist kein Zwang für mich.