Film, es war schön mit dir.

Flucht ins Digitale?

Inzwischen ist daher die Pentax K-x wieder meine regelmäßige Begleiterin geworden.
Also alles zurück auf Anfang? Weg mit dem ganzen analogen Kram?

Das kommt für mich auch nicht in Frage. Wenn ich weiß, welche Lichtbedingungen mich erwarten, wenn ich es mir leisten kann, nicht auf jeden Zentimeter Silbergelatine achtgeben zu müssen, wenn ein Motiv schlicht nach Film verlangt, dann werde ich analog photographieren.

Wenn ich die Auflösung und Unschärfemöglichkeiten des Mittelformats brauche, dann werde ich weiterhin mit Film arbeiten.

Aber für den Großteil meiner Arbeit, für das Alltägliche, für die photographische Erkundung der Stadt, für Reisen, für all‘ das werde ich ab jetzt wieder die digitale Kamera benutzen. Film wird für besondere Gelegenheiten reserviert sein.
Letztlich gleicht sich alles aus: Anfangs war ich glühender Verfechter der Digitalphotographie, dann brannte mein Herz für alles Analoge. Die Wahrheit liegt in der Mitte, ich benutze beides jetzt dort, wo ich die Stärken der unterschiedlichen Systeme optimal für mich nutzen kann.

Ja, analoges Schwarzweiß ist wundervoll, ja die Farben eines Diafilms sind wie von einer anderen Welt, und ja, analoge Kameras sind auch toll!

Aber die letzten zwei Jahre Alltagsphotographie mit Film haben mich überzeugt: Film kann heute für mich einfach nicht mehr alltäglich sein.

Was für meine Photographie notwendig ist

Obwohl ich jetzt weniger analog photographieren werde, bereue ich die letzten zwei Jahre keineswegs, denn der Umgang mit vollmanuellen Kameras zeigt einem auf, was man an einer Kamera wirklich braucht, und was man getrost vergessen kann:

  • Ich habe die mechanischen Kontrollen lieben und die Einstellungen über Menüs hassen gelernt.
  • Ich habe gelernt, dass eine Festbrennweite von 35mm einen Photographen sehr, sehr glücklich machen kann.
  • Und ich habe gelernt, dass Schwarzweiß oftmals viel ausdrucksstärker als Farbe sein kann

Der Exkurs ins Analoge war also nicht umsonst, sondern eine wertvolle Erfahrung.

Bis dann!

 

PS: Irgendwann kommt bestimmt noch einmal ein längerer Post darüber, was an der Filmphotographie so einzigartig gut ist. Freut euch drauf!

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